Großer Erfolg für die jungen Forschenden des Comenius-Gymnasiums: Beim niederbayerischen Regionalentscheid des Wettbewerbs Jugend forscht an der Universität Passau konnten sie gleich mehrere Preise gewinnen. Der Wettbewerb fand Anfang März 2026 im Audimax der Universität statt.
Im Rahmen der Projektausstellung präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten im Audimax anhand von Anschauungsobjekten und wissenschaftlichen Postern. Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 10 bis 20 Jahren stellten dort ihre selbst entwickelten Projekte aus, an denen sie teilweise monatelang gearbeitet hatten. Viele der Projekte entstanden zuhause oder im Wahlkurs „Forscherclub“, in dem die Teilnehmenden von den Projektbetreuern Birger Pistohl und Roland Stadler unterstützt wurden.
Für das Comenius-Gymnasium war der Wettbewerb auch quantitativ ein besonderer Erfolg: Mit insgesamt zehn vorgestellten Projekten stellte die Schule so viele Beiträge wie noch nie zuvor. Doch nicht nur die Zahl der Arbeiten war beeindruckend – auch qualitativ konnten die jungen Forschenden überzeugen. Am Ende durfte sich die Schule über vier Projektpreise freuen. Zusätzlich wurde das Comenius-Gymnasium mit einem Schulpreis für die besondere Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet – eine Anerkennung für das langjährige erfolgreiche Engagement der Schule bei „Jugend forscht“.
Einen dritten Preis in der Kategorie Chemie bei „Jugend forscht junior“ gewann Ruben Falke. Ausgangspunkt seiner Arbeit war ein praktisches Problem: Flexible Markisen lassen sich bislang kaum mit herkömmlichen Solarzellen ausstatten. Ruben entwickelte deshalb eine sogenannte Grätzel-Zelle – eine Solarzelle auf Basis von Pflanzenfarbstoffen. Diese ist flexibel einsetzbar und arbeitet besonders effektiv bei diffusem Licht.
Einen zweiten Preis im Fachgebiet Biologie bei „Jugend forscht junior“ erhielt Paula Scheßl. In ihrem Projekt untersuchte sie das Wachstum von Gras und erforschte, wie sich dieses durch die gezielte Auswahl verschiedener Erdsorten positiv beeinflussen lässt.
Besonders erfolgreich war das Geschwisterpaar Amelie und Cedric Hippeli. In ihrer Arbeit untersuchten sie die Membrandurchlässigkeit von Biomembranen für Mikroplastik. Mithilfe eines Schweinedarmmodells konnten sie zeigen, unter welchen Bedingungen Mikroplastikpartikel biologische Membranen passieren könnten. Für diese Arbeit wurden sie mit dem ersten Preis in der Kategorie „Jugend forscht junior“ im Fachbereich Biologie ausgezeichnet.
Auch Lucienne Hermisson erzielte einen herausragenden Erfolg. Sie entwickelte in eigener Programmierarbeit ein grafisches neuronales Netz, das anhand von dreidimensionalen Molekülstrukturen den Drehwinkel von polarisiertem Licht bei Bild-Spiegelbild-Molekülen vorhersagen kann. Diese fächerübergreifende Arbeit an der Schnittstelle von Chemie und Informatik brachte ihr den ersten Preis im Fachgebiet Informatik in der Sparte „Jugend forscht“ ein.
Für Amelie, Cedric und Lucienne geht die wissenschaftliche Reise nun noch weiter: Mit ihren ersten Plätzen haben sie sich für den bayerischen Landeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert, der traditionell in München stattfindet. In den kommenden Wochen werden sie ihre Projekte weiter ausarbeiten und ihre Präsentationen für die nächste Wettbewerbsrunde vorbereiten.
Das Comenius-Gymnasium gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren Erfolgen und bedankt sich bei den beiden Projektbetreuern für ihr großes Engagement.

