Während die meisten Menschen den Abend gemütlich zu Hause verbrachten, begaben sich 20 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe auf eine faszinierende Reise in die Tiefen des Weltalls. Begleitet von den Lehrkräften StD Birkmann, OStR Feicht und StR Mehrl, besuchte die Gruppe die Sternwarte in Winzer, um Astronomie hautnah zu erleben.

Ein Begrüßungsblick auf den Mond

Der Wettergott meinte es gut mit den jungen Astronomen: Ein sternklarer Himmel bot ideale Bedingungen für die Beobachtung. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Gerhard Dietrich durften die Schüler als erstes das Teleskop in Beschlag nehmen. Der Blick auf den Mond war überwältigend – Kraterlandschaften und Gebirgszüge des Erdtrabanten erschienen so nah, als könne man sie berühren.

Von Sonnenflecken und physikalischen Anekdoten

Im Anschluss folgte ein fesselnder Vortrag von Professor Dr. Robert Geigenfeind über den „Himmel über Winzer“. Die Zuhörer wurden auf eine Reise durch unser Sonnensystem mitgenommen, bei der nicht nur Sterne und Planeten erklärt wurden, sondern auch die komplexen physikalischen Prozesse im Inneren der Sonne, wie etwa die Entstehung von Sonnenflecken. Professor Geigenfeind verstand es dabei hervorragend, die Theorie durch zahlreiche Anekdoten aus verschiedenen Gebieten der Physik aufzulockern und so die Neugier der Schüler zu wecken.

Zeitreise im Planetarium

Ein weiteres Highlight war der Besuch im Planetarium bei Thomas Enzmann. Hier bot sich die faszinierende Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen: Die Schüler betrachteten den Sternenhimmel, wie er vor 2000 Jahren aussah, oder wechselten die Perspektive zu völlig anderen Orten der Erde. Neben der Orientierung am Nachthimmel wurden die Sternzeichen nicht nur als physikalische Strukturen eingeordnet, sondern auch lebendig mit den Geschichten der antiken Mythologie verknüpft.

Ein krönender Abschluss und neuer Blickwinkel

Den Abschluss der Beobachtungsnacht bildete der Blick auf den größten Planeten unseres Systems: Jupiter. Mit dem Teleskop konnten sowohl der Gasriese selbst als auch seine markanten Monde deutlich ausgemacht werden.

Dass Astronomie alles andere als trocken ist, zeigte sich am Ende der Exkursion: Aufgrund angeregter Diskussionen und vieler Fragen dauerte der Abend deutlich länger als ursprünglich geplant. Die Schülerinnen und Schüler traten den Heimweg nicht nur mit neuem Wissen über physikalische Zusammenhänge an, sondern vor allem mit einem völlig neuen Blick für die Wunder unseres Nachthimmels.