Zum zehnten Mal fand auch in diesem Schuljahr der zweiwöchige Schüleraustausch zwischen dem Comenius-Gymnasium Deggendorf und der chinesischen Chunghui Senior High School in Shangyu statt. Insgesamt nahmen 18 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe sowie zwei die Lehrerinnen Anja Klein und Gabriele Eisenreich an der Reise teil, die ihnen tiefe Einblicke in Alltag, Schule und Kultur des Landes ermöglichte.

Der Auftakt der Reise erfolgte mit einem Direktflug von München nach Shanghai. Dort wurde die Gruppe bereits frühmorgens von einer Dolmetscherin sowie einem Lehrer der chinesischen Partnerschule empfangen. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es direkt weiter nach Shangyu zur Chunghui Middle School, wo die deutschen Gäste mit einer feierlichen Willkommenszeremonie durch die Schulleitung begrüßt wurden. Anschließend erfolgte die Zuteilung der Austauschpartnerinnen und -partner, ein gemeinsames Mittagessen sowie eine Führung über das weitläufige Schulgelände.

Eine Woche Schul- und Familienleben in Shangyu

Die erste Woche verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihren chinesischen Gastfamilien. Dadurch erhielten sie die Gelegenheit, die chinesische Gastfreundschaft und den Alltag aus erster Hand kennenzulernen. Parallel dazu nahmen sie am abwechslungsreichen Schul- und Freizeitprogramm der Chunghui Senior High School teil.

Zu den vielfältigen Aktivitäten zählten unter anderem das Herstellen eines traditionellen chinesischen Namensstempels, ein Kurs zur Peking-Oper-Gesichtsmalerei sowie mehrere Museumsbesuche und ein gemeinsamer Kinobesuch. Auch sportliche Programmpunkte kamen nicht zu kurz: Taijiquan, Tischtennis und traditionelle Tänze standen ebenso auf dem Plan. In den Pausen und außerhalb des offiziellen Programms nutzten viele die Gelegenheit, Freundschaften mit chinesischen Schülerinnen und Schülern zu knüpfen. Am Ende der Woche fiel der Abschied entsprechend schwer – begleitet von Geschenken, Postkarten und vielen bleibenden Eindrücken.

Moderne Metropole und historische Hochburgen

In der zweiten Woche begann der Reiseteil außerhalb der Schule. Zunächst verbrachte die Gruppe zwei Tage in der Millionenmetropole Shanghai. Mit neuen Übersetzern und Stadtführern standen der Yu-Garten, eine Schifffahrt auf dem Huangpu-Fluss, der Jinmao Tower sowie weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Die moderne Skyline Pudongs hinterließ dabei einen besonders nachhaltigen Eindruck.

Anschließend ging es mit dem Nachtzug weiter nach Xi’an. Während des zweitägigen Aufenthalts besuchte die Gruppe die alte Stadtmauer, die muslimische Imbissstraße sowie mehrere Museen. Höhepunkt war jedoch die weltberühmte Terrakotta-Armee, die die übrigen Programmpunkte deutlich überstrahlte.

Nach einer weiteren Nachtzugfahrt erreichten die Deggendorfer schließlich die chinesische Hauptstadt Beijing. Dort konnten jahrtausendealte Kulturstätten wie die Chinesische Mauer bei Badaling, die Verbotene Stadt, der Himmelstempel und der Sommerpalast besichtigt werden. Gleichzeitig erlebte die Klasse das moderne China mit dem Olympiastadion „Vogelnest“ und dem angesagten 798-Kunstviertel. Ein gemeinsames Abendessen mit traditioneller Peking-Ente rundete einen der erlebnisreichsten Tage ab.

Unvergessliche Eindrücke

Nach drei Tagen in Beijing trat die Gruppe die Heimreise an und kehrte sicher nach München zurück. Die Reise hinterließ bei allen Beteiligten bleibende Erinnerungen – an eine fremde Kultur, neue Freundschaften und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse.

Der Schüleraustausch machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll internationale Schulpartnerschaften sind: Sie fördern Offenheit, interkulturelles Verständnis und persönliche Entwicklung – Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinauswirken.

Franziska Strobl und Xenia Müller