Am Diens­tag, dem 16.11.2021, besuch­ten die Schü­le­rIn­nen der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­grup­pe des Come­ni­us mit der lei­ten­den Lehr­kraft Patri­zia Gill­ner das Netz­werk­tref­fen der SOR-SMC in Ergol­ding, wo ihnen von 9.30–15.30 Uhr ver­schie­de­ne Vor­trä­ge mit sach­kun­di­gen Refe­ren­tIn­nen zu diver­sen The­men auf dem Gebiet Anti­dis­kri­mi­nie­rung gebo­ten wurden.

Unter stren­gen Hygie­ne­vor­schrif­ten wur­de mit viel Abstand im Bür­ger­saal in Ergol­ding getagt. Nach einer Begrü­ßung durch Mar­tin Bir­kner, dem Regio­nal­ko­or­di­na­tor für die SOR/SMC in Nie­der­bay­ern und DGB-Jugend­se­kre­tär, wur­de der ers­te Refe­rent des Tages vorgestellt:

Johan­nes Hill­je ist Buch­au­tor und Exper­te in Sachen Framing, Popu­lis­mus, euro­päi­sche Poli­tik etc. In sei­nem äußerst inter­es­san­ten Vor­trag erläu­ter­te er das The­ma „Beson­der­hei­ten der poli­ti­schen Spra­che“ und rief die Teil­neh­me­rIn­nen im zwei­ten, inter­ak­ti­ven Teil dazu auf, über das Gelern­te zu dis­ku­tie­ren und soge­nann­te „Framing-Devices“ in ihrem All­tag aus­fin­dig zu machen.

Nach der Mit­tags­pau­se ging es wei­ter mit einer Vor­stel­lung der neu­en Publi­ka­ti­on „Die extre­me Rech­te in Ober­bay­ern“, eine emp­feh­lens­wer­te Lek­tü­re, die Ideo­lo­gien, Struk­tu­ren und Akti­vi­tä­ten von rechts­ex­tre­men Akteu­rIn­nen darlegt.

Zudem wur­den Anlauf­stel­len für Hil­fe­su­chen­de prä­sen­tiert und etli­che Bücher, Pod­casts, Fil­me etc. zum The­ma Anti­ras­sis­mus empfohlen.

Im anschlie­ßen­den Aus­tausch der teil­neh­men­den Schu­len erfuhr man, was ande­re Schü­le­rIn­nen an Aktio­nen machen, um ihrem Prä­di­kat „Schu­le ohne Rassismus/Schule mit Cou­ra­ge“ Leben zu verleihen.

Die Teil­neh­mer beschrie­ben ihre Erfah­run­gen bei Pro­jek­ten oder Pro­ble­me, die sie an ihrer Schu­le erlebt hat­ten. Mit reich­lich Betei­li­gung der ande­ren Grup­pen wur­den so Lösun­gen und neue Ideen gefunden.

Im Anschluss an eine Kaf­fee­pau­se folg­te der letz­te Vor­trag des Tages von Jen­ni und Aylin, Teame­rin­nen im Netz­werk, die einen Pod­cast mit dem Namen „Bao und Börek“ hosten.

Sie erzähl­ten von ihren per­sön­li­chen All­tags­er­fah­run­gen mit Ras­sis­mus und ihrem Leben in Fami­li­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Sie lei­te­ten ihren Vor­trag mit einem Spiel ein, wel­ches den Teil­neh­me­rIn­nen einen kur­zen Ein­blick in ein weni­ger pri­vi­le­gier­tes Leben, als es die meis­ten von den Anwe­sen­den gewohnt sind, bie­ten soll­te. Aylin berich­te­te sehr anschau­lich über per­sön­li­che Erfah­run­gen mit ver­schie­de­nen For­men von Ras­sis­mus und Jen­ni beschäf­tig­te sich in ihrem Vor­trag mit einer Defi­ni­ti­on von Ras­sis­mus nach Bir­git Rommelspacher.

Im Anschluss an ihre Aus­füh­run­gen dis­ku­tier­ten Jen­ni und Aylin mit den inter­es­sier­ten Teil­neh­me­rIn­nen und gaben wert­vol­le Tipps.

Mit viel neu­em Wis­sen zu die­sem wich­ti­gen The­men­kom­plex tra­ten die sie­ben Come­nia­ne­rIn­nen, deren Aus­bil­dung zu Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­trai­ne­rIn­nen über das Schul­jahr hin­weg wei­ter­geht, den Heim­weg an.

Die Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­trai­ne­rIn­nen beim Netz­werk­tref­fen in Ergolding.