22 Comenianerinnen und Comenianer fahren nach Cugnaux in Südfrankreich

„Leben bereichern, Horizonte erweitern“ – das ist das Motto des Programms Erasmus+ der Europäischen Union, das Begegnungen zwischen europäischen Jugendlichen fördert. Das Comenius-Gymnasium ist seit einigen Jahren für dieses Programm akkreditiert. Erasmus+ übernimmt einen Großteil der Kosten für den Guppenaustausch mit Frankreich, aber auch für Einzelmobilitäten von Schülerinnen und Schülern innerhalb Europas.

Zu den langjährigen Traditionen des Comenius-Gymnasiums gehört der Austausch mit dem Lycée Henri Matisse in Cugnaux, einem Vorort von Toulouse. Schülerinnen und Schüler aus beiden Zweigen, die Französisch als 2. oder 3. Fremdsprache lernen, haben die Möglichkeit, in der 9. Klasse am Gruppenaustausch teilzunehmen.

Am 10. März brachen 22 Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Lehrkräften Claudia Seidel und Stefanie Schneider abends nach Cugnaux auf. Als man am nächsten Morgen bei einem Zwischenstopp in Avignon durch die malerischen Straßen bummelte, die berühmte Pont Bénézet besichtigte und dabei das erste Croissant, die erste Brioche oder die erste Chocolatine probierte, war die lange Nacht im Bus schnell vergessen. Am Nachmittag kamen die Comenianer dann in Cugnaux an, wo die Schülerinnen und Schüler schon von ihren Gastfamilien erwartet wurden. Am Donnerstagmorgen trafen sich deutsche und französische Schülerinnen und Schüler zu gemeinsamen sprachlichen Aktivitäten am Lycée Matisse. Nach dem Mittagessen in der Schulkantine wurden die Comenianer von ihren Austauschpartnerinnen und -partnern durch Cugnaux geführt.

Am Freitag machte die Gruppe vom Comenius-Gymnasium einen Ausflug in die Bischofsstadt Albi. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr beeindruckt von der Kathedrale St. Cécile und genossen bei herrlichem Wetter den Ausblick von den Gärten des Palais de la Berbie auf das Tarn-Tal. Herr Fort, Deutschlehrer am Lycée Matisse und Organisator des Schüleraustausches, informierte die Gruppe über den berühmtesten Sohn der Stadt, den bekannten Maler Toulouse-Lautrec.

Das Wochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen machten sie mit ihnen Ausflüge in der Region. Ein beliebtes Ziel war dabei Carcassonne, wo sie die größte mittelalterliche Festungsanlage Europas bestaunen konnten.

Am Montag machte sich die Gruppe auf nach Toulouse Blagnac, wo sie das Airbuswerk und das angeschlossenen Flugzeugmuseum Aeroscopia besuchten. Bei einer Führung über das Werksgelände konnten sie sich über das Unternehmen informieren, bei dem Deutsche, Franzosen, Briten und Spanier sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Am Nachmittag hatten die Schülerinnen und Schüler noch Gelegenheit, den Unterricht am Lycée Matisse zu besuchen.

Am Dienstag stand ein Ausflug ins Stadtzentrum von Toulouse auf dem Programm. Zuerst konnten die Comenianer in der Markthalle Victor Hugo eine große Auswahl an für die Region Occitanie typischen Produkten entdecken. Im Anschluss machten sie sich zusammen mit ihren Austauschpartnern auf den Weg zu einer Stadtrallye, bei der sie viele Sehenswürdigkeiten der schönen Stadt an der Garonne kennenlernen konnten. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt mit der 3 km langen Stadtseilbahn, die seit 2022 die Universität Paul Sabatier mit dem Krankenhaus Rangueil-Louis Lareng und dem angeschlossenen Krebsforschungszentrum verbindet.

Ein besonderes Erlebnis stand am Mittwoch auf dem Programm: ein Ausflug nach Collioure am Mittelmeer. Die Comenianer konnten auf den Spuren berühmter Maler wie Henri Matisse, Georges Braque und Pablo Picasso einen wunderschönen Tag in dem kleinen Küstenort verbringen. Traditionell meinte es der Wettergott sehr gut mit den Comenianern.

Am Donnerstagvormittag trafen sich deutsche und französische Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen Erasmus-Projekt. Unter dem Motto „Was uns verbindet“ erarbeiteten sie Gemeinsamkeiten deutscher und französischer Jugendlichen z.B. in den Bereichen Familie, Freunde, Digitalisierung und Umweltschutz. Am Nachmittag machte sich die Gruppe auf den Heimweg. Nach einer langen Fahrt mit einem Abstecher nach Nîmes, wo sie noch den römischen Tempel Maison Carrée und das Amphitheater entdecken konnten, kamen die Comenianer erschöpft, aber reich an neuen Erfahrungen und Eindrücken am Freitagmorgen am Comenius-Gymnasium an.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich schon auf den Gegenbesuch ihrer Austauschpartnerinnen und -partner im Juni.

Claudia Seidel