Was sind die aktu­el­len The­men und Pro­ble­me, die mög­li­che Nut­zer dazu bewe­gen könn­ten, sich eine App auf ihr Han­dy zu laden? Das ist die Fra­ge, die sich Teil­neh­mer des Wett­be­werbs AWS Get-IT stel­len und für die sie, wenn sie sie für sich beant­wor­tet haben, ein ent­spre­chen­des App-Design entwerfen.

AWS ist ein Teil des Online-Ver­sand­händ­lers Ama­zon und im Bereich Cloud-Com­pu­ting tätig. Jähr­lich ver­an­stal­tet es den Wett­be­werb „GetIT“, an dem deutsch­land­weit Schü­ler teil­neh­men und eine App-Idee ent­wer­fen und desi­gnen. Ange­fan­gen vom Start­bild­schirm mit einem schö­nen Logo bis zu ver­schie­de­nen Ser­vices, die die App bie­ten soll, kre­ieren die Teil­neh­mer des Wett­be­werbs die App, ohne sie aber kon­kret zu pro­gram­mie­ren. Ziel des Get-IT-Pro­gram­mes ist es, ins­be­son­de­re bei Schü­lerinnen das Inter­es­se für Beru­fe im IT-Bereich zu wecken und zu ver­mit­teln, dass der IT-Bereich nicht nur Infor­ma­ti­ker braucht, son­dern auch ander­wei­tig krea­ti­ve Köpfe.

Eine Schü­ler­grup­pe aus 6 Schü­lern der letzt­jäh­ri­gen 8b hat bereits im ver­gan­ge­nen Jahr im Rah­men des Enrich­ments, das in unse­ren b‑Klassen statt der Inten­si­vie­run­gen statt­fin­det, eine App-Idee ent­wor­fen und mit dem Pro­gramm LoveY­ourS­elf den Weg ins Fina­le nach Ber­lin geschafft. Und weil es ihnen letz­tes Jahr so gut gefal­len hat, haben Isa­bel­la Haidn, Anzhe­li­na Kos­he­va­ro­va, Felix Pfef­fer, Lorenz Schwarz und Alex­an­dra Tepliz­ki aus der dies­jäh­ri­gen 9b sich heu­er noch ein­mal hin­ge­setzt und in ihrer Frei­zeit ohne irgend­ei­ne unter­richt­li­che Anbin­dung eine wei­te­re App-Idee zum The­ma Sucht­pro­ble­ma­tik ent­wor­fen, dank der sie die­ses Mal ins Fina­le nach Mün­chen ein­ge­la­den wur­den. Ihre App mit dem anspre­chen­den Namen Break­Free soll Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen, die in irgend­ei­ner Wei­se süch­tig sind, hel­fen, sich von ihrer Sucht zu lösen. Die Süch­te kön­nen dabei viel­fäl­tig sein, von der Video-Spiel- oder Han­dy­sucht, übers Rau­chen bis hin zu Alko­hol und Ein­stiegs­dro­gen. Wich­tig war es den Schü­lern aller­dings, bei der Prä­sen­ta­ti­on zu beto­nen, dass ihre App nicht Leu­te mit einer schwe­ren Sucht­pro­ble­ma­tik anspre­chen soll, denn die­se soll­ten sich unbe­dingt pro­fes­sio­nel­le Hil­fe bei Ärz­ten und Kli­ni­ken holen.

Beglei­tet von den bei­den Leh­rern Jörg Stad­lin­ger und Ursu­la Beer, die bereits letz­tes Jahr in Ber­lin mit dabei sein durf­ten, haben die 5 Schü­ler und Schü­le­rin­nen heu­er zwei schö­ne Tage in Mün­chen ver­bracht. Die Anrei­se erfolg­te am Mitt­woch und die Schü­ler ver­brach­ten noch einen ange­neh­men Nach­mit­tag mit viel Shop­ping in unse­rer Lan­des­haupt­stadt, bevor dann am Don­ners­tag, 6. Juni, die drei fina­len Prä­sen­ta­tio­nen im AWS-Gebäu­de statt­fan­den, wo die Schü­ler von einer gro­ßen Grup­pe von AWS-Mit­ar­bei­tern herz­lich emp­fan­gen wurden.

Wie bedeut­sam ihre App-The­ma­tik mit der Sucht ist, stell­te sich schließ­lich bei den Prä­sen­ta­tio­nen der 3 Grup­pen her­aus, denn auch eine wei­te­re Grup­pe aus einer hes­si­schen Schu­le hat­te eine Idee zu die­ser The­ma­tik ent­wor­fen, wäh­rend sich die drit­te Grup­pe aus Rhein­land-Pfalz mit dem The­ma Schla­f­op­ti­mie­rung befasst hat­te. Alle drei Grup­pen beein­druck­ten die Zuhö­rer mit tol­len Prä­sen­ta­tio­nen, doch am Ende hat­te die hes­si­sche Schu­le knapp die Nase vorn. Im Anschluss an die Prä­sen­ta­tio­nen und nach einem von Ama­zon spen­dier­ten Mit­tag­essen gab es für alle Teil­neh­mer erst noch eine Füh­rung über Cloud-Com­pu­ting im Show­room des AWS-Gebäu­des und abschlie­ßend noch eine von Ama­zon gebuch­te Füh­rung im Deut­schen Muse­um, bevor es dann wie­der mit dem Zug nach Hau­se ging.

Wir als beglei­ten­de Leh­rer freu­en uns, dass wir mit dabei sein durf­ten, und sind vor allem begeis­tert über das gro­ße außer­un­ter­richt­li­che Enga­ge­ment, das die Schü­ler in ihre tol­le Idee gesteckt haben.

Ursu­la Beer/Jörg Stadlinger