Deggendorf, 23. Juni 2026: Das Donau-Wald-Stadion in Deggendorf wurde vergangenen Dienstag zum Schauplatz eines packenden sportlichen Schlagabtausches. Beim diesjährigen Kreisentscheid der Leichtathletik des Arbeitskreises „Sport in Schule und Verein“ lieferten sich die Sportlerinnen und Sportler aus sechs verschiedenen Schulen ein Wettrennen um Zentimeter, Sekunden und den begehrten Titel des Kreissiegers.
Ideale Bedingungen, aber fordernde Temperaturen
Schon beim Aufwärmen der insgesamt zwölf Mannschaften war die Vorfreude deutlich spürbar. Unterstützt wurde das sportliche Ereignis von strahlendem Sommerwetter, das die Kulisse für einen rundum gelungenen Wettkampftag bildete. Mit Temperaturen, die im Verlauf des Vormittags deutlich anstiegen, forderten die äußeren Bedingungen die jungen Athletinnen und Athleten zwar physisch heraus, taten der Motivation und der Stimmung auf der Anlage jedoch keinen Abbruch. „Es ist heiß, aber die Anspannung lässt uns die Hitze fast vergessen“, kommentierte eine Teilnehmerin vor ihrem Staffellauf.
Sechs Schulen – zwölf Mannschaften
Der Wettkampf erstreckte sich über die Wettkampfklassen Jungen II und Mädchen II (2009 – 2011) sowie Mixed III (2011-2013) und Mixed IV (2013 und jünger). Auch in diesem Jahr kamen die gemischten Mannschaften, die aus mindestens drei Mädchen und drei Jungen pro Team bestehen, sehr gut an. Das Teilnehmerfeld bildete das Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, die Staatliche Realschule Schöllnach, das Johannes-Turmair-Gymnasium Straubing, das Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg, die staatliche Realschule Viechtach sowie das Comenius-Gymnasium Deggendorf. Die Vielfalt der teilnehmenden Schulen sorgte für eine breite Leistungsdichte und spannende Duelle. Voller Motivation und Einsatzbereitschaft starteten die 52 Comenianerinnen und Comenianer in den Wettkampf.
Die zwei Mixed-Mannschaften IV des Comenius-Gymnasiums waren voller Erwartungen. Das fleißige Training über Monate hinweg sollte sich nun auszahlen – und das tat es. Die zwei Teams zeigten einen starken Zusammenhalt und feuerten sich gegenseitig lautstark an. Insgesamt erreichten die jüngsten Teilnehmer beeindruckende Ergebnisse. Unter anderem flog sprichwörtlich Mia Woletz beim 50m Sprint in nur 6,81s ins Ziel, gefolgt von Franziska Bayer (7,59s). Im Hochsprung sprangen Leni Löwe und Samuel Fischer über die Höhe von 1,38m, ihre Teamkollegin Linda Englmeier über 1,34m. Auch im Weitsprung konnten Stefan Cohal mit 4,43m und Leni Löwe mit 4,85m gut punkten. Beim 800m Lauf erzielten Maximilian Wiltschek (2:21min) und Ida Pledl (3:03min) respektable Leistungen. Am Ende gewann das erste Team den Wettkampf mit 5279 Punkten, die zweite Mannschaft kam auf den sechsten Platz.
Bei der Comenius-Mannschaft in der Wettkampfklasse III lief es ähnlich erfolgreich. Wenngleich an der Staffelübergabe noch etwas gefeilt werden muss, fand die Mannschaft gut in den Wettkampf hinein und glänzte mit starken Leistungen.
Beim 75m Sprint war zum Beispiel Valentina Woletz mit 09,39s das schnellste Mädchen und Patrick Gernand mit 9,55s der schnellste Junge. Louis Heigl schleuderte den 200g schweren Ball knapp 54m weit und Charlotte Wallstabe stieß die 3kg Kugel 8,17m. Im Hochsprung konnten die Comenianer ebenfalls überzeugen. Tyler Stiedl absolvierte die Höhe von 1,62m, seine Teamkollegin Valentina W. kam über 1,46m. Beim 800m Lauf gab es ein Kopf an Kopf Rennen. Korbinian Forstner erreichte nach nur 2:23min die Ziellinie. Mit über 350 Punkten Abstand gewannen die Comenianerinnen und Comenianer den Wettkampf in ihrer Altersklasse. Die Staatliche Realschule Viechtach wurde zweiter und das Robert-Koch-Gymnasium belegte den dritten Platz.
Erfreulicherweise konnte das Comenius-Gymnasium in diesem Schuljahr wieder eine Jungen- sowie eine Mädchenmannschaft in der Wettkampfklasse II melden. Das Mädchen-Team WK II fand gut in den Wettkampf hinein und zeigte starke Leistungen. Mit einer fehlerfreien Staffel und einem schnellen 100m Sprint konnte die Gruppe zwar Punkte sammeln, sie musste sich aber vorerst hinter das Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg einreihen. Im Hochsprung mit einer übersprungenen Höhe von 1,50m und durch eine beeindruckende Speerweite von knapp 40m konnte Sara Pfanner zahlreiche Punkte sammeln. Zudem sprang die Heranwachsende 5,13m weit, was die Führung greifbar machte. Auch der Kugelstoßwettbewerb war hart umkämpft. Linda Schober beförderte die 3kg Kugel an die 10m Markierung heran. Knapp dahinter landete die Kugel von Isabel Opris Goja, die eine Weite von 8,72m erzielte. Am Ende konnten die Comenianerinnen den sehr spannenden Wettkampf für sich entscheiden.
Auch die Jungen II boten beachtliche Leistungen, sie hatten aber an diesem Tag keine weitere Landkreisschule als Konkurrenz. Nachdem die erste Staffel nach einem Wechselfehler disqualifiziert werden musste, brachte die zweite Staffel den Staffelstab nach 53,75s sicher ins Ziel. David Kammerl und Lukas Stern lieferten sich ein spannendes 100m Duell. David überquerte nach schnellen 11,81s als Erster die Ziellinie, gleich dahinter sein Teamkamerad mit 11,94s. Hoch motiviert gingen Lukas S. und Benedict Bonfigli in den Hochsprungwettbewerb. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,70m konnte Lukas seine Sprungkraft demonstrieren und blieb nur 7cm unter seiner Bestleistung. Auch den Weitsprung händelten die Sportler souverän und erreichten solide Leistungen (Moritz Eder: 5,36m; Benedict Bonfigli: 4,90m). Beim Kugelstoß berührte die 5kg Kugel von David K. erst bei 13,30m den Boden. Sein Teamkollege Maximilian Schmitz erreichte 9,60m. Der Speerwurf brachte ebenfalls reichlich Punkte. Leopold Altmann beförderte das Wurfgerät knapp 28m weit. Am Ende demonstrierte die Mannschaft beim 800m Lauf noch einmal ihre Stärke. Moritz Eder absolvierte die zwei Runden in nur 2:17min. Nur 7 Sekunden später erreichte Dominik Graf die Ziellinie. Somit sammelten die ältesten Sportler beachtliche 7149 Punkte.
Insgesamt zeigten alle Sportlerinnen und Sportler beachtliche Leistungen. Dies führte dazu, dass das Comenius-Gymnasium in allen vier Wettkampfklassen eine Einladung ins Bezirksfinale erhielt, welches am 07. Juli in Dingolfing stattfindet.
Obwohl der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund stand, blieb der olympische Gedanke stets präsent. Die zwölf gemeldeten Mannschaften zeigten sportliche Fairness und unterstützten sich gegenseitig bei den Wettbewerben.
Ein herzlicher Dank ergeht an die Organisation durch die Sportlehrkräfte und die Helferklassen des Comenius-Gymnasiums Deggendorf. Die Wettbewerbe verliefen an den einzelnen Stationen reibungslos. Darüber hinaus gilt der Dank auch dem TSV Deggendorf sowie der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf, die das sportliche Equipment und die Räumlichkeiten für diese Veranstaltung zur Verfügung stellten.
Der Kreisentscheid 2026 im Donau-Wald-Stadion hat einmal mehr gezeigt: Die Leichtathletik lebt und begeistert die Jugend.

